Mittelstand 4.0

Zurecht werden mittelständische Unternehmen als Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft bezeichnet. Insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau genießen viele Firmen mit ihren innovativen technischen Lösungen dabei weltweit ein ausgezeichnetes Ansehen. In Deutschland und Europa zählen 99 Prozent der Firmen zu den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), in denen zwei Drittel aller Beschäftigten arbeiteten (Quelle: Statistisches Bundesamt). Der Mittelstand ist somit zweifelsohne auch der wichtigste Motor des europäischen Jobmarkts.

 

Trotz ausgereifter technologischer Produkte steht der Mittelstand jedoch stets im internationalen Wettbewerb. Um den Kunden einen Mehrwert gegenüber kostengünstigeren Produkten bieten zu können, müssen europäische KMU stets innovative Lösungen, die auf die Kundenbedürfnisse angepasst sind, anbieten. Immer mehr mittelständische Unternehmen erkennen dabei die Chancen und Vorteile von Industrie 4.0, um ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Viele der bisher angebotenen Industrie 4.0-Lösungen erfüllen dabei häufig jedoch nicht die spezifischen Anforderungen für den Mittelstand. Dies gilt sowohl für mittelständische Hersteller von Anlagen, Vorrichtung und Komponenten, die „Industrie 4.0-fähige“ Produkte entwickeln wollen, als auch für Betreiber mittelständischer verarbeitender Betriebe, die ihr Unternehmen digitalisieren möchten.

 

Insbesondere in mittelständischen Betrieben werden üblicherweise Anlagen, Vorrichtung und Komponenten von unterschiedlichen, spezialisierten Herstellern eingesetzt. Um die Mehrwerte einer Digitalisierung, wie z.B. intelligentes Energiemanagement oder Predictive Maintenance, systemübergreifend zu nutzen, ist es notwendig, dass nicht nur jedes einzelne System „Industrie 4.0-fähig“ ist, sondern dass die verschiedenen Systeme interoperabel sind und der Betreiber eine transparente Übersicht über alle Systeme seines Unternehmens erhält.