Maintenance

Immer mehr Unternehmen kommen von der veralteten Ansicht ab, dass die Instandhaltung nur ein notwendiges Übel und Kostenverursacher sei. Der ständig wachsende Druck im Wettbewerb um Qualität und Produktivität zwingt Unternehmen ungewollten Anlagenausfällen aus dem Weg zu gehen. Zudem gibt es gesetzliche Vorschriften, die zur Erfüllung der Instandhaltungspflichten anhalten. Die Einführung von intelligenten Wartungs- und Instandhaltungssystemen ermöglicht es Unternehmen, diese Herausforderungen zu beherrschen.

 

Ausgewählte Vorteile eines effizienten Instandhaltungsmanagements

  • Minimierung der Stillstandzeit von Maschinen und Anlagen
  • Geringere Auswirkungen von Maschinenstillstandszeiten auf den Fertigungsfluss
  • Kürzere Instandsetzungszeiten an den Maschinen
  • Maximierung des Vermögenswerts
  • Kostenkontrolle

 

Demgegenüber steht der hohe Aufwand im Bereich Dienstleistungskosten und Wartungsorganisation, der heute noch viele Unternehmen davon abhält, den Bereich Instandhaltung in ihrem Unternehmen zu optimieren. Das gilt im Prinzip für alle Branchen – insbesondere auch für den Metallbau, bei dem selbst in kleineren Betrieben heutzutage zum Teil hoch komplexe Produktionsanlagen zum Einsatz kommen.

 

Dabei gibt es bereits heute computergestützte Management-Tools, die u.a. die notwendige Transparenz schaffen können, um den Bereich Instandhaltung effizienter abwickeln zu können. Ein sogenanntes „Computerized Maintenance Management System“ (CMMS) unterstützt das Sammeln von Informationen und die Vergabe von Aufgaben. Es hilft bei der Planung und Durchführung verschiedenster Wartungsaktivitäten, wodurch wiederum die Betriebssicherheit gewährleistet wird. Allerdings ist die Implementierung eines solchen Systems mitunter noch immer sehr aufwendig und kostenintensiv.

 

Industrie-4.0-Lösungen könnten den Aufwand für die Sammlung der notwendigen Informationen/Daten für den Betrieb eines CMMS maßgeblich minimieren. Im Rahmen einer vernetzten Smart Factory können beispielsweise für bestehende CMMS-Systeme alle für dessen Betrieb notwendigen Informationen/Daten zentral bereitgestellt werden. Im Ergebnis ist ein nahezu automatisiertes Management von Wartungen/Inspektionen in Abstimmung mit der Produktionsplanung denkbar – inklusive einer automatisierten Bestellung benötigter Ersatz- und Verschleißteile.
Dabei können notwendige Maßnahmen sowohl durch eine vorbeugende (preventive) als auch durch eine vorausschauende (predictive) Wartungssystematik im Verständnis der Industrie 4.0 induziert werden.